Wussten Sie, dass während des Geschlechtsverkehrs 75 % der Frauen Flüssigkeit absondern, die jedoch meist so gering ist, dass man sie kaum bemerkt? Bei einigen Frauen hingegen ist die Menge reichlich – das nennt man umgangssprachlich eine Frau Fontäne.
Was ist eine Frau Fontäne?
Eine Frau Fontäne ist eine Frau, die ejakuliert (ja, Ejakulation ist nicht nur Männern vorbehalten!). Es handelt sich um eine Frau, die im Moment der sexuellen Erregung oder während des Orgasmus zwischen 10 ml und 500 ml Flüssigkeit ausstoßen kann (also bis zu einem halben Liter). Diese Flüssigkeit tritt in Form eines Strahls aus – dank der Stimulation des berühmten G-Punkts.
Man darf die von einer Frau Fontäne ejakulierte Flüssigkeit nicht mit der vaginalen Lubrikation (umgangssprachlich „Cyprine“) verwechseln. Die vaginale Lubrikation ist „ein automatischer Vorgang, der etwa 10 bis 30 Sekunden nach Beginn der sexuellen Erregung einsetzt, also gleich zu Beginn des Geschlechtsverkehrs, während der Vorspiele“.

Was ist diese Flüssigkeit?
Die von einer Frau Fontäne ejakulierte Flüssigkeit (auf Englisch Squirting genannt) war lange Zeit Gegenstand von Debatten über ihre Zusammensetzung und ihren Ursprung. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dieses Ejakulat aus einer Sekretion der Skene-Drüsen stammt, die auch als „weibliche Prostata“ bezeichnet werden.
Diese Drüsen befinden sich in der Blase, und tatsächlich wird dieses Phänomen durch die Entspannung der Blase möglich. Die Skene-Drüsen geben zwischen ein und zwei Milliliter Flüssigkeit ab, die sich mit dem Urin vermischt. Doch es handelt sich nicht um Urin, da diese Flüssigkeit geruchlos, geschmacklich neutral und wässrig ist.

Die verschiedenen Typen von Frau Fontäne
Mehrere Studien zeigen, dass 10 bis 40 % der Frauen dieses Phänomen mindestens einmal in ihrem Sexualleben erlebt haben.
Wissenschaftlich gesehen können alle Frauen Frau Fontäne sein. Man unterscheidet jedoch zwei verschiedene Kategorien: die abhängigen und die autonomen.
Die abhängigen Frau Fontäne
Die abhängigen Frau Fontäne sind diejenigen, die unter dem Druck auf den G-Punkt ejakulieren. Sie müssen keinen Orgasmus erreichen, um diese Flüssigkeit in Form eines Strahls freizusetzen. Es handelt sich um ein nahezu mechanisches Phänomen, das allein durch Druck ausgelöst wird.
Die autonomen Frau Fontäne
Die autonomen Frau Fontäne sind diejenigen, deren Ejakulation von ihrem mentalen Zustand abhängt. Da die ausgestoßene Flüssigkeit durch die Entspannung der Blase entsteht, denken sie oft, dass sie sich einnässen könnten. Deshalb blockieren sie sich häufig psychologisch … obwohl es während des Aktes notwendig ist, einfach loszulassen. Zum Glück ermöglicht der Orgasmus diese Entspannung und erlaubt ihnen, dieses Phänomen zu erleben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die abhängigen Frau Fontäne dieses Phänomen allein durch den Druck auf den G-Punkt auslösen, während es bei den autonomen durch das Loslassen im Orgasmus möglich wird. Aber alle Frauen sind potenziell Frau Fontäne!
Wie squirten?
Um eine Frau Fontäne zu werden, empfehlen wir Ihnen die Lektüre unseres Artikels: Wie squirten?. Es gibt keine Wundermethode, aber in 10 Schritten zeigen wir Ihnen, wie Sie die besten Bedingungen schaffen können, um dieses Phänomen zu erleben.
Eines ist sicher: Loslassen ist das Schlüsselwort. Ob es Ihnen gelingt oder nicht, Sie sollten sich keinen Druck machen. Sexualität ist niemals eine Frage von Wettbewerb oder Leistung.
Hier sind unsere 10 zusammengefassten Schritte:
- Bereiten Sie Ihr Bett vor …
- Stellen Sie sicher, dass Sie gut hydriert sind.
- Geben Sie sich genügend Zeit, um erregt zu werden.
- Beginnen Sie damit, sich auf die Klitoris zu konzentrieren.
- Üben Sie festen Druck auf den G-Punkt aus.
- Ein Sextoy kann Ihnen helfen.
- Machen Sie sich keine Sorgen wegen des Harndrangs.
- Kontrollieren Sie die Muskeln des Beckenbodens.
- Versuchen Sie, sich im gegenwärtigen Moment zu entspannen.
- Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst, wenn es nicht klappt.









