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Erika Lust: Biografie & Filme zum Anschauen

Erika Lust

Wenn man einen einzigen Namen nennen müsste, der für feministischen Porno steht, wäre es zweifellos ihrer. Seit ihrem ersten Film im Jahr 2004 hat Erika Lust eine ganze Industrie auf den Kopf gestellt, indem sie das Begehren und die Lust der Frauen ins Zentrum der Kamera rückte statt an den Rand. Als Regisseurin, Produzentin, Autorin und Unternehmerin hat sie von Barcelona aus ein regelrechtes Imperium des ethischen und engagierten Erwachsenenkinos aufgebaut.

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Erika Lust (1977 als Erika Hallqvist in Stockholm geboren) ist eine schwedische Regisseurin mit Wohnsitz in Barcelona und seit ihrem Kurzfilm The Good Girl von 2004 eine Pionierin des feministischen Pornos. Sie produziert Filme, in denen weibliche Lust, Einvernehmlichkeit und faire Arbeitsbedingungen die Regel sind. Ihre Werke sehen Sie auf ihren Plattformen Lust Cinema, XConfessions und Else Cinema, schon ab wenigen Euro im Monat.

Wer ist Erika Lust?

Erika Lust, mit bürgerlichem Namen Erika Hallqvist, wurde 1977 in Stockholm (Schweden) geboren. Als Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin zählt sie zu den großen Pionierinnen des feministischen Pornos, neben Persönlichkeiten wie Paulita Pappel oder Olympe de G.

An der Universität Lund in Schweden studierte sie Politikwissenschaft mit Schwerpunkt auf Menschenrechten und Feminismus. Dort entdeckte sie den Essay Hard Core von Linda Williams, eine Lektüre, die ihren Blick auf die Pornografie nachhaltig prägen sollte. Nach ihrem Abschluss 1999 zog sie im Jahr darauf nach Barcelona, wo sie sich im Filmemachen ausbilden ließ. Eine Stadt, die sie nie wieder verlassen sollte und in der sie mit Pablo Dobner, heute ihr Geschäftspartner, eine Familie gründete.

2004 drehte sie ihren ersten Film, den expliziten Kurzfilm The Good Girl, der mit Humor den sexuellen Abenteuern einer jungen Spanierin folgt. Kurz darauf gründete sie ihre Produktionsfirma Erika Lust Films, die sich einer feministischen Pornografie widmet, in der Regisseurinnen die Mehrheit bilden. 2007 wurde Five Hot Stories For Her, eine Sammlung von fünf Kurzfilmen rund um die weibliche Lust, mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet (FICEB Award, Feminist Porn Award, Venus-Eroticline-Award). Damit begann die große Karriere.

Heute ist Erika Lust der erste Name, der einem in den Sinn kommt, sobald von feministischem oder ethischem Porno die Rede ist. Als erfolgreiche Unternehmerin und zugleich talentierte Regisseurin hat sie die Codes der Branche neu definiert, indem sie die weibliche Lust zum Kern der Erzählung machte.

Erika schenkt Ihnen einen ihrer Filme, nutzen Sie das!

Feministischer Porno laut Erika

Porträt von Erika Lust, schwedische Regisseurin mit Wohnsitz in Barcelona

Feministischer Porno hat fast so viele Definitionen, wie es Menschen gibt, die darüber sprechen. Für Erika geht es vor allem darum, der weiblichen Lust den Platz zurückzugeben, der ihr zusteht. Die Frau hört auf, jenes Sexobjekt zu sein, das nur da ist, um den Mann zu befriedigen, gefangen im male gaze. Ihr Begehren wird zum Zentrum der Erzählung. Sex ist hier ein aufrichtiger Austausch, bei dem Wünsche, Grenzen und selbst die extremsten Fantasien auf beiden Seiten berücksichtigt werden.

Vorsicht vor einem Missverständnis: Feministischer Porno bedeutet keineswegs «softe» Sexualität. Ganz im Gegenteil. Alle Praktiken, Hardcore inbegriffen, haben darin ihren Platz, unter einer einzigen Bedingung: dass alles vollständig einvernehmlich ist.

Für Erika gehört zu dieser Vision auch eine stärkere weibliche Präsenz vor und hinter der Kamera. Deshalb besteht ihr Team zum allergrößten Teil aus Frauen. Und schließlich stellt sie sich frontal gegen die Auswüchse des Mainstream-Pornos, die noch immer viel zu zahlreich sind: schlecht bezahlte Darstellerinnen und Darsteller, unklare Einwilligung, ungesunde Arbeitsumgebungen. In ihren Augen ist ein feministischer Porno zwangsläufig ein ethischer Porno, also ein gesunder, sicherer und fair bezahlter Arbeitsraum. Daher ihr Plädoyer für bezahlten Porno: Wer bezahlt, finanziert gute Arbeitsbedingungen und garantiert, dass diese Werte eingehalten werden. Schuldgefühle will sie dabei niemandem machen: Niemand sollte hart mit sich ins Gericht gehen für das, was er oder sie anschaut.

Eine Pionierin, die weit über das Genre hinaus anerkannt ist

Der Einfluss von Erika Lust reicht weit über den Kreis der Pornografie hinaus. 2014 ging ihr TEDxVienna-Vortrag « It’s time for porn to change » viral und löste den Hashtag #changeporn aus, der die Debatte über ethischen Porno in die breite Öffentlichkeit trug. Sie ist außerdem Autorin: Ihr Buch Good Porn: A Woman’s Guide (ursprünglich auf Spanisch unter dem Titel Porno para mujeres erschienen) bietet Frauen einen unverkrampften Leitfaden, um sich die Lust auf der Leinwand wieder anzueignen. Preisgekrönte Filme, Vorträge, Bücher, Medienauftritte: Erika Lust hat den feministischen Porno zu einem echten gesellschaftlichen Thema gemacht.

Wo kann man die Filme von Erika Lust sehen?

Video-Vorschau

Sie können die Filme von Erika Lust auf drei sich ergänzenden Plattformen entdecken, die alle von ihr selbst geschaffen wurden. Wenn Sie sich für ihren Newsletter anmelden, schenkt Erika Ihnen übrigens einen Film!

Lust Cinema

Filmplakat zu Three, gedreht von Erika Lust für Lust Cinema

Lust Cinema ist das Premium-Studio von Erika Lust. Dort finden sich pornografische Spielfilme und Serien mit sorgfältig gebauter Handlung, gedreht von ihr, aber auch von anderen Regisseurinnen und Regisseuren, die ihre Werte teilen. Lesbisch, BDSM, Orgien: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es ist die Plattform für alle, die Kino ebenso lieben wie Sex, mit echten Geschichten und realistischem Sex.

Preis: 1 Gratis-Film, danach ab etwa 9 €/Monat (Richtpreis, prüfen Sie das aktuelle Angebot).

XConfessions

Filmplakat zu XConfessions Vol. 1, dem partizipativen Projekt von Erika Lust

XConfessions wurde 2013 gestartet und ist ein partizipatives Pornoprojekt, das zur Ikone geworden ist. Das Prinzip: Anonyme Personen reichen ihre Fantasien und Erfahrungen ein, und jeden Monat wählen Erika und eingeladene Regisseurinnen und Regisseure die inspirierendsten davon aus, um sie in Kurzfilme zu verwandeln. Das Ziel? Sex und Sexualität auf gesunde, fröhliche und unverkrampfte Weise feiern.

Preis: 1 Gratis-Film, danach ab etwa 9 €/Monat (Richtpreis).

Else Cinema

Filmplakat zu Dirty Martini Sex Party, produziert von Erika Lust Films

Else Cinema ist die sanfteste Plattform im Ökosystem von Erika Lust. Hier verlässt man das Explizite zugunsten der Erotik: verstohlene Blicke, zärtliche Gesten, angedeutetes Begehren. Gedacht für alle, die ihrer Vorstellungswelt mehr Sinnlichkeit hinzufügen möchten, bietet sie erotische (und keine pornografischen) Filme, zwischen romantischen Handlungen und leidenschaftlichen Abenteuern.

Preis: 1 Gratis-Film, danach ab etwa 9 €/Monat (Richtpreis).

Gut zu wissen

Ergänzend zu den Abonnements bietet Erika Lust auch The Store an, einen Shop, in dem man ihre Filme einzeln kaufen und herunterladen kann, ohne Bindung. Praktisch, um ein bestimmtes Werk zu entdecken, bevor man ein Abo abschließt.

Filmografie

Hier eine (nicht erschöpfende) Auswahl der von Erika Lust gedrehten Filme, die wir lieben:

  • The Good Girl, 2004
  • Five Hot Stories For Her, 2007
  • Barcelona Sex Project, 2008
  • Handcuffs, 2009
  • Life Love Lust, 2010
  • Love Me Like You Hate Me, 2010
  • Room 33, 2011
  • Cabaret Desire, 2011
  • XConfessions Vol. 4, 2015
  • Dominate Me, 2016
  • Toy With Me, 2021
  • Real Sex Compilation, 2022
  • The Ultimate Threesome Compilation, 2023
  • Dirty Martini Sex Party, 2023

Häufige Fragen

Wo kann man die Filme von Erika Lust sehen?

Ihre Filme sind auf drei von ihr gegründeten Plattformen verfügbar: Lust Cinema (Spielfilme und Serien mit sorgfältig gebauter Handlung), XConfessions (Kurzfilme nach Fantasien des Publikums) und Else Cinema (sanfte, nicht explizite Erotik). Außerdem bietet sie The Store an, um Filme einzeln zu kaufen.

Kosten die Filme von Erika Lust Geld?

Ja, aber bei der Anmeldung schenkt sie Ihnen einen ersten Film. Die Abonnements beginnen je nach Plattform und aktuellem Angebot bei rund 9 €/Monat. Diese Entscheidung für ein Bezahlmodell ist bewusst getroffen: Sie ermöglicht es, die Teams und die Darstellerinnen und Darsteller angemessen zu bezahlen.

Was ist der Unterschied zwischen XConfessions, Lust Cinema und Else Cinema?

XConfessions inszeniert Fantasien, die vom Publikum eingereicht werden, in Form von Kurzfilmen. Lust Cinema bietet narrative pornografische Spielfilme und Serien. Else Cinema wiederum setzt auf angedeutete Erotik statt auf Explizites.

Ist feministischer Porno zwangsläufig soft?

Nein. Für Erika Lust kann feministischer Porno genauso hardcore sein wie jede andere Pornografie. Was ihn auszeichnet, ist nicht die Intensität der Praktiken, sondern die Einwilligung aller Beteiligten, der Respekt gegenüber den Darstellerinnen und Darstellern und der zentrale Platz, der der weiblichen Lust eingeräumt wird.

Wie reicht man eine Fantasie bei XConfessions ein?

Es genügt, die eigene Fantasie anonym über die Plattform XConfessions zu teilen. Jeden Monat wählen Erika Lust und ihre eingeladenen Regisseurinnen und Regisseure die inspirierendsten Beichten aus, um sie auf die Leinwand zu bringen.

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